Sparen am falschen Ende – Hausstaubmilben – Wenn die Wohnung krank macht:

Laut neuester Studien leiden ungefähr 10 Prozent der deutschen Bevölkerung an einer Hausstauballergie. Das sind umgerechnet 8,5 Millionen Deutsche!

Oft hört man, dass jemand auf Staub allergisch reagiertund wohl deshalb eine Hausstauballergie hat;aber das stimmt so nicht. Nicht der Staub an sich bereitet Probleme, sondern die spinnenähnlichen, mikroskopisch kleinen Milben, die darin leben. Noch genauer gesagt: deren Kot.Klingt etwas eklig? Trösten Sie sich; jeder deutsche Haushalt ist betroffen.

Hausstaubmilben – die versteckten Erreger

Durch tägliche Arbeiten wie Staubsaugen und -wischen, Betten aufschütteln und auch nur durch einen Luftzug werden diese Milbenkotteilchen, die sich mit dem Staub verbinden, aufgewirbelt und gelangen so in unsere Atemluft.

Symptome einer Hausstauballergie

Die Symptome der Hausstauballergie sind im Prinzip die gleichenwie bei Heuschnupfen – eine verstopfte oder laufende Nase, manchmal auch juckende, gerötete und tränende Augen. Hals und Bronchien können ebenfalls betroffen sein, was sich durch Husten bis hin zu asthmatischen Beschwerden mit Luftnot äußert.

Weil Milben, die eine allergische Reaktion verursachen können, bevorzugt in unseren Betten leben, wo es mollig warm ist, treten dort auch häufig morgens die ersten Symptome auf. Hausstaubmilben ernähren sich hauptsächlich von Hautschuppenund bevorzugen einehohe Luftfeuchtigkeit. Dies beides gibtder Mensch dem Bett jede Nacht unfreiwillig, weshalb die Milben sich dort besonders oft tummeln. 

Behandlung der Milbenallergie

Bei einer allergischen Reaktion erkennt das körpereigene Immunsystem das Allergen und stuft es als gefährlich ein. Wieso genau es zu dieser Fehlinformation kommt, konnte bis heute nicht vollständig geklärt werden. Sowohl Vererbung, als auch Umwelteinflüsse und der Lebensstil spielen vermutlich eine Rolle.

Bei einer Hausstaubmilbenallergie handelt es sich um eine Typ-I-Allergie, auch Soforttyp-Allergie genannt. Das Abwehrsystem bildet den Antikörper, der an spezielle Körperzellenandockt. Werden diese aktiviert, schütten sie Botenstoffe am Ort des Geschehens aus. In diesem Fall sind das die Schleimhäute der Atemwege, zum Beispiel die Nasen- oder Bronchialschleimhaut. Es kommt zu allergischen Reaktionen und Entzündungen und das innerhalb von Sekunden. Daher auch der Name Allergie vom Soforttyp. 

Sie haben Symptome einer Hausstaubmilbenallergie und auch der Allergietest beim Arzt fiel positiv aus, dann gilt es nun die richtige Behandlung zu finden. Allergien sind ein weites und komplexes Feld und jeder reagiert anders auf Allergene. Deshalb ist es wichtig, auf Ihren Körper zu hören und auszuprobieren, was Ihnen gut tut und welche Medikamente und Therapien Ihnen Erleichterung verschaffen.

Entfernen Sie Allergene aus Ihrem Umfeld 

Erster Schritt sollte immer sein, die Allergene aus Ihrem Umfeld zu entfernen.

Da wir viel Zeit im Bett verbringen und Milben sich dort besonders wohl fühlen, sollten Hausstauballergiker zuerst mit der Sanierung ihres Bettes beginnen.

Wichtig ist, das Bettzeug regelmäßig auszulüften, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Regelmäßiges Waschen von Bettzeug und Bettwäsche, sowie die Reinigung der Matratzen sollten selbstverständlich sein. Auch beim regelmäßigen Absaugen sollten Matratzen und Bettkästen nicht vernachlässigtwerden.

Da sich die Milben besonders im Staub tummeln, sollten Sie bekannte Staubfänger abschaffen. Dazu gehören unter anderem lange Vorhänge, offene Bücherregale, sowie Sofas aus Stoff und Teppiche.

Um Staub loszuwerden,sollten Sie des Weiterenregelmäßig zu Hause saubermachen. Versuchen Sie dabei, so wenig Staub wie möglich aufzuwirbeln und ihn dadurch einzuatmen.  

Ein letzter Tipp: Denken Sie doch mal über die Anschaffung eines Staubsaugers mit einem speziellen Feinstaubfilter nach. Dieser hält den Staub fest und lässt ihn nicht mehr nach Außen. Herkömmliche Staubsauger lassen viel Staub durch. Dass Sie nicht unbedingt selbst den Staubsaugerbeutel leeren sollten, versteht sich von selbst.

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